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"Nachtcafé: Berufsrisiko - wenn der Job zur Gefahr wird"

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SÜDWESTRUNDFUNK Nachtcafé - Die SWR Talkshow - Gäste bei Michael Steinbrecher Nachtcafé - Die SWR Talkshow - Gäste bei Michael Steinbrecher, jeweils freitags um 22:00 Uhr im SWR Fernsehen. Michael Steinbrecher © SWR/Tom Oettle, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter SWR-Sendung und bei Nennung "Bild: SWR/Tom Oettle" (S2+). SWR-Pressestelle/Fotoredaktion, Baden-Baden, Tel: 07221/929-22287, Fax: -929-22059, foto@swr.de Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/7169 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/SWR - Südwestrundfunk"

Michael Steinbrecher spricht u. a

Michael Steinbrecher spricht u. a. mit Miriam Höller, die sich in ihrem Job als Stuntfrau verletzte / Freitag, 15. Februar 2019, 22 Uhr, SWR Fernsehen

Mit ihrem Job verbringen Menschen sehr viel Zeit: Er prägt die Persönlichkeit und birgt oftmals Tücken und Risiken. Bergretter, Polizisten und Feuerwehrkräfte riskieren ihr Leben regelmäßig für andere Menschen. Die ständige Angst kann auch für Angehörige zu einer extremen Belastung werden. Sogar Jobcenter-Mitarbeiter müssen mit gefährlichen Zwischenfällen rechnen, werden verbal bedroht oder körperlich angegriffen. Wer als Inhaber eines Juweliergeschäfts oder als Fahrer eines Geldtransporters einmal einen brutalen Überfall miterlebt hat, wird die ausgestandene Todesangst oftmals nie wieder los. Stuntleute begeben sich hingegen bewusst in gefährliche Situationen: Obwohl sie die Gefahr kalkulieren, ist bei jeder Filmszene eine große Portion Nervenkitzel und ein Restrisiko mit dabei. Darüber spricht Michael Steinbrecher mit seinen Gästen im "Nachtcafé: Berufsrisiko - wenn der Job zur Gefahr wird" am Freitag, 15. Februar, 22 Uhr, im SWR Fernsehen.

Die Gäste im "Nachtcafé":

Miriam Höller verletzte sich in ihrem Job als Stuntfrau Miriam Höller sprang von Brücken, stürzte sich durch Glasscheiben und ließ sich von Autos überfahren - spektakuläre Szenen sowie blaue Flecken gehörten für die Stuntfrau zum Berufsalltag. Bis ihr ein vermeintlich harmloses Action-Shooting zum Verhängnis wurde: "Was wirklich gefährlich ist, ist das trügerische Gefühl der Routine. Diesen Stunt hätte ich normalerweise mit links gemacht." Durch ihre schwere Verletzung hat das Stuntmodel bleibende Schäden davongetragen.

Berthold S. wurde als Sachbearbeiter beim Jobcenter Opfer eines Angriffs Berthold S. hat einen Beruf, bei dem man auf den ersten Blick nicht um sein Leben fürchten muss. Als Sachbearbeiter in einem Jobcenter - zuständig für Langzeitarbeitslose - wurde er 2017 Opfer eines Angriffs. Aus Verärgerung über Leistungskürzungen zog ein Klient das Messer und stach ihn nieder - nur durch eine Notoperation überlebte der Fachberater den Angriff: "Ich habe heute Panikattacken, sehe Gefahren, wo gar keine sind."

Philipp Exner erlebte als Juwelier einen bewaffneten Überfall Auch Philipp Exner kennt das Gefühl, wenn das eigene Leben mit einer Waffe bedroht wird. Der Juwelier wurde Opfer eines bewaffneten Raubüberfalls, bei dem seine gesamte Vitrine leergeräumt wurde. Statt die Täter mit der Beute ziehen zu lassen, nahm er die Verfolgungsjagd auf und entriss ihnen die mit Schmuck und Uhren gefüllten Taschen: "Ich war voller Adrenalin. Meine große Angst galt meinen Mitarbeitern, die während des Überfalls im Laden waren."

Robert Sedlatzek-Müller wurde als Berufssoldat bei einer Raketenexplosion schwer verletzt Robert Sedlatzek-Müller war Berufssoldat und begeisterter Fallschirmjäger. Er ließ sich sogar zum Einzelkämpfer ausbilden - bis der Elitesoldat im Afghanistan-Einsatz hautnah Tod und Zerstörung miterlebte. Seit einer Raketenexplosion in Kabul, bei der er selbst schwer verletzt wurde, ist in seinem Leben nichts mehr wie es einmal war "Es war ein furchtbarer Anblick, neben mir starben meine Kameraden." Heute ist er Ansprechpartner für einsatzgeschädigte Soldaten.

Regina Poberschnigg arbeitet als Bergrettungsleiterin Auch Regina Poberschnigg riskiert bei jedem Einsatz ihr Leben - oftmals aufgrund des Leichtsinns von Skifahrern oder Bergwanderern, die sich aus Übermut in Lebensgefahr begeben. Ob Schneesturm, Eis oder Lawinengefahr - die Tiroler Bergrettungsleiterin rückt mit ihrem Team für Menschen in Not aus: "In den letzten Jahren haben die Einsätze zugenommen. Oft sind die Skifahrer bestens ausgerüstet, haben aber keine Ahnung über die Gefahren in den Bergen."

Prof. Dr. Ortwin Renn analysiert als Risikoforscher die Ängste der Gesellschaft Prof. Dr. Ortwin Renn ist Risikoforscher und analysiert die Ängste der Gesellschaft. Der Sozialpsychologe beschäftigt sich mit der Frage, ob das Leben tatsächlich immer größeren Gefahren ausgesetzt ist, wie es aufgrund vieler medialer Hiobsbotschaften manchen Menschen erscheint. Er kommt dabei zu einer klaren Einschätzung: "Übergriffe gegenüber Polizisten haben zugenommen. Andere Berufe wiederum sind sogar signifikant sicherer geworden als sie noch vor Jahren waren."

"Nachtcafé" - anspruchsvoller Talk auf Augenhöhe Das "Nachtcafé" ist seit Jahrzehnten eine der erfolgreichsten Talkshows im deutschen Fernsehen. Jeden Freitagabend begrüßt Moderator Michael Steinbrecher Menschen mit besonderen Lebensgeschichten, darunter auch Prominente und Experten, um sich gemeinsam mit ihnen mit einem Thema auseinanderzusetzen.

"Nachtcafé: Berufsrisiko - wenn der Job zur Gefahr wird" am Freitag, 15. Februar 2019, 22 Uhr im SWR Fernsehen

Weitere Informationen unter: swr.li/nachtcafe-berufsrisiko

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Pressekontakt: Grit Krüger, Tel. 07221 929 22285, grit.krueger@SWR.de

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