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GEPA: Fundament für die Zukunft des Fairen Handels / Zehn Jahre GEPA-Standort Wuppertal-Vohwinkel - stabile Entwicklung im Kalenderjahr 2017 / Pionier bei Wertschöpfung im Ursprung

Zehn Jahre GEPA-Standort Wuppertal-Vohwinkel - stabile Entwicklung im Kalenderjahr 2017 / Pionier bei Wertschöpfung im Ursprung. Im Hochregal-Lager der GEPA: Michèle Steckemetz, Leitung Warenwirtschaft/Logistik, Peter Schaumberger, GEPA-Geschäftsführer für Marke und Vertrieb, und Matthias Kroth, Kaufmännischer Geschäftsführer der GEPA. Mascobado-Vollrohrzucker ist eines der GEPA-Produkte, die zu 100 Prozent im Ursprungsland hergestellt sind. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/43796 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/GEPA mbH/GEPA/A. Fischer"

Vor zehn Jahren hat das Fair Handelsunternehmen GEPA sein neues Gebäude als Fundament für den Fairen Handel bezogen und den GEPA-Weg 1 eingeweiht. Das gewachsene Geschäftsvolumen machte den Umzug in ein größeres Gebäude mit modernem Hochregal-Lager nötig, das auch zügig mit Ware gefüllt wurde

Wuppertal (ots) - Vor zehn Jahren hat das Fair Handelsunternehmen GEPA sein neues Gebäude als "Fundament für den Fairen Handel" bezogen und den GEPA-Weg 1 eingeweiht.

Das gewachsene Geschäftsvolumen machte den Umzug in ein größeres Gebäude mit modernem Hochregal-Lager nötig, das auch zügig mit Ware gefüllt wurde.

Im Kalenderjahr 2017 konnte sich der Fair Trade-Pionier mit einem Großhandelsumsatz von 72,4 Millionen Euro - geringfügig unter Vorjahresniveau - weiterhin stabil darstellen (minus 1,9 Prozent). Verbraucherinnen und Verbraucher kauften für rund 114 Millionen Euro (Umsatz zu Endverbrauchspreisen) z.B. Kaffee, Schokolade, Tee, Honig und Handwerksartikel ein.

"Trotz Anlaufphase eines neuen Warenwirtschaftssystems, durch die die Produkte zeitweilig nicht in der gewohnten Geschwindigkeit ausgeliefert werden konnten, wurde der Umsatz im wichtigen Kernvertrieb in Deutschland insgesamt auf Vorjahresniveau gehalten", erklärte der Kaufmännische Geschäftsführer Matthias Kroth. "Rückgänge stammen überwiegend aus dem weniger relevanten Auslandsgeschäft. Für 2018 sind im Kernvertrieb und auch im Ausland wieder Steigerungen im Vergleich zum letzten Jahr zu verzeichnen." Durch das neue System hat sich die GEPA zukunftsorientiert für wachsende Umsätze aufgestellt.

Zahlreiche neue Produkte und Sortimente, etwa derzeit "Taste Fair Africa" mit Bio-Kaffees und Bio-Schokoladen von afrikanischen Handelspartnern, sind inzwischen entstanden und stoßen bei Verbraucherinnen und Verbrauchern auf gutes Echo. Auch das langjährige Pionier-Thema der GEPA und des Fairen Handels, die Wertschöpfung in globalen Lieferketten in den Ursprungsländern zu steigern, ist heute wieder ganz aktuell.

Wertschöpfung: 47 Produkte zu 100 Prozent aus Ursprung

"Fair war schon immer auch mehr", sagte GEPA-Geschäftsführer Marke und Vertrieb, Peter Schaumberger. "Die Fair Handelsbewegung ist vor 43 Jahren mit Gründung der GEPA angetreten, das einseitige Rohstoff- und Preisgefälle zu ungunsten der Länder im Süden hin zu mehr Wertschöpfung zu verändern. Dank des vielfachen Engagements von Weltläden, Aktionsgruppen und kritischen Konsumenten sind die Forderungen nach Fairness, Gerechtigkeit und Wertschöpfung in Handelsbeziehungen heute kein Fremdwort mehr". Der erste im Ursprung verpackte Tee kam bereits 1975 von der GEPA, ebenso wie vor mehr 22 Jahren der erste im Herkunftsland geröstete und verpackte Kaffee. "Wir freuen uns, 47 faire Lebensmittel-Produkte anzubieten, die zu 100 Prozent im Herkunftsland verarbeitet wurden. Weil Wertschöpfung im Ursprung ein Kernthema der GEPA ist, möchten wir hier unser Engagement zukünftig noch mehr verstärken", so der GEPA-Geschäftsführer. Mehr Infos unter: www.gepa.de/mehr-Wertschöpfung

Vertriebsbereiche

Der Vertriebsbereich Weltläden und Aktionsgruppen hatten einen Umsatzrückgang von 4,2 Prozent auf 20,2 Millionen Euro zu verzeichnen. Hier schlug die Systemumstellung aufgrund der sehr umfangreichen Auftragspositionen besonders zu Buche. Als Zukunftsperspektive trägt die Gründung einer Betreibergenossenschaft für neue Weltläden Früchte, die auch von der GEPA unterstützt wird. Am 26. Mai wird ein neuer Weltladen in Frankfurt-Bockenheim eröffnet, andere Weltläden wie Gießen, Weilburg oder Xanten haben sich vergrößert oder sind in bessere Lagen umgezogen. Auf großes Interesse stieß Ende April das Fest "GEPA dankt den Ehrenamtlichen" mit um die 500 Engagierten.

Der Vertrieb Lebensmittel- Bio- und Naturkosthandel konnte ein Plus von 2,2 Prozent auf 28,6 Millionen Euro verbuchen. Im klassischen Lebensmittelhandel ist die GEPA als Fair Trade-Pionier anerkannt. Im Bio-Fachhandel wurde im Frühjahr 2018 eine umfangreiche Listung des neuen Afrika-Sortimentes erzielt.

Der Vertrieb Außer-Haus-Service (z.B. Firmenkantinen oder Bildungseinrichtungen) steigerte sich um 1 Prozent auf 8 Millionen Euro. Neue Kunden konnten im kirchlichen Großkundenbereich gewonnen werden, etwa der diakonische Träger "Dienste für Menschen" und Caritas Frankfurt a.M. mit allen Einrichtungen. Ein neues Kaffeemaschinenkonzept mit Beratung bei Anschaffung und Finanzierung soll Kunden die Einführung fairen Kaffees im Betrieb erleichtern. Beim DFB-Pokalfinale am 19. Mai in Berlin ist die café sí-Bar wieder präsent.

Der Onlineshop für Endkunden wuchs um 13,2 Prozent auf 1,3 Millionen Euro Umsatz. Gezielte Online-Marketing-Maßnahmen vor allem im Bereich Suchmaschinen haben die Sichtbarkeit im Web vergrößert.

Der Umsatz im Bereich Ausland/Verarbeiter ist um 8,6 Prozent auf 14,3 Millionen Euro gesunken. Dabei handelt es sich beispielsweise um saisonale Verschiebungen beim Rohwarengeschäft mit Verarbeitern.

Produktgruppen: über 83 Prozent Lebensmittelumsatz mit bio

Im Bereich Kaffee wurde mit dem "Bio Café Los Catadores Red Honey" neue Wege in Richtung Microlot beschritten. Diese Rarität stammt mit 75 Säcken direkt und exklusiv für die GEPA von der Finca eines Mitglieds unserer Partnerkooperative RAOS in Honduras. Insgesamt blieb der Kaffee-Umsatz nahezu auf Vorjahresniveau bei 31,7 Millionen Euro. Lebensmittel gingen um 2,7 Prozent auf einen Umsatz von 39,7 Millionen Euro zurück. Schokolade steigerte sich um 1,3 Prozent auf 16,2 Millionen Euro Umsatz. Erstmals setzt die GEPA jetzt für die "Vollmilch Haselnuss Schokolade" fair gehandelte Haselnüsse ein. Neu sind die vegane "Bio Cocoba Zartbitter Schokocreme" und zwei Varianten "Haselnuss Waffeln": pur und mit Schokoladenüberzug. Tee blieb mit einem Umsatz von 4 Millionen Euro nahezu auf Vorjahresniveau (minus 0,8 Prozent).

Handwerk

Insgesamt ging der Umsatz mit Handwerksprodukten um 20,1 Prozent auf rund eine Million Euro zurück. Mit einem neuen Messeauftritt, der in Kooperation mit der Hochschule Düsseldorf entwickelt wird, sollen neue Zielgruppen erschlossen werden.

Veranstaltungen:

Erfolgreicher Katholikentag in Münster Mit großer GEPA-Präsenz ging in diesem Jahr der Deutsche Katholikentag in Münster (9.-13.5. 2018) zu Ende. Von Katholikentags-Lounge bis Pressezentrum sowie Kirchenmeile oder Eine-Welt-Bühne kam man an fairen Produkten und fairem Kaffee der GEPA nicht vorbei. In Dortmund beim 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag ist die GEPA 2019 ebenfalls wieder vor Ort.

Dritter GEPA-Schülertag

Unter dem Motto "GEPA erleben - Fairen Handel entdecken" können Schülerinnen und Schüler von weiterführenden Schulen in Wuppertal und Umgebung am 4. Juli 2018 erneut bei der GEPA hinter die Kulissen schauen. Weitere Infos in Kürze unter www.gepa.de

Faire Woche vom 14. bis 28. September 2018

Unter dem Motto "Fairer Handel und Klimawandel" sind wieder alle Interessierte aufgerufen, sich an der Fairen Woche mit Veranstaltungen zu beteiligen: www.fairewoche.de

Bezugsquellen:

Neue Café Rarität, Afrika-Sortiment und Handwerksprodukte Den neuen "Bio Café Los Matadore Red. Honey", Bio-Schokoladenvarianten und Bio-Kaffees "Taste Fair Afrika" und das Handwerkssortiment sind erhältlich in den Weltläden und im GEPA-Onlineshop für Endkunden unter www.gepa-shop.de

Als Fair Trade-Pionier steht die GEPA seit über 40 Jahren für Transparenz und Glaubwürdigkeit ihrer Arbeit. Wir handeln als größte europäische Fair Handelsorganisation mit Genossenschaften und sozial engagierten Privatbetrieben aus Lateinamerika, Afrika, Asien und Europa. Durch faire Preise und langfristige Handelsbeziehungen haben die Partner mehr Planungssicherheit. Hinter der GEPA stehen MISEREOR, Brot für die Welt, die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (auf), der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und das Kindermissionswerk "Die Sternsinger". Für ihre Verdienste um den Fairen Handel und die Nachhaltigkeit ist die GEPA vielfach ausgezeichnet worden, u. a. beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2014 als "Deutschlands nachhaltigste Marke"; gleichzeitig wurde sie dabei unter die Top 3 der nachhaltigsten Kleinunternehmen (bis 499 Mitarbeiter) gewählt. Außerdem hat sich die GEPA nach dem neuen Garantiesystem der WFTO prüfen lassen. Näheres zu Preisen und Auszeichnungen sowie zur GEPA allgemein unter www.gepa.de

Mitgliedschaften: - World Fair Trade Organization (WFTO) - European Fair Trade Association (EFTA) - Forum Fairer Handel (FFH)

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