Themen: Die Bestimmung

So gestaltet sich die Umsatzsteuer

So gestaltet sich die Umsatzsteuer

So gestaltet sich die Umsatzsteuer

Das Steuerrecht ist dynamisch und verändert sich regelmäßig. Davon bleibt auch die Umsatzsteuer nicht unberührt. Dabei gilt es auf einiges zu achten. Welche Prozesse beeinflussen die Umsatzsteuer? Welche rechtlichen Entwicklungen bewirken eine Veränderung im Umsatzsteuerrecht?

Um sich einen Überblick über die aktuelle Rechtslage zu verschaffen, ist es dienliche einen ausführlichen Kommentar, wie den des Haufe Verlags zu Rate zu ziehen.

Aktuell ist bei einer Unternehmensgründung in jedem Fall zu beachten, dass von nun an Einkommen-, Umsatz- sowie Gewerbesteuer anfallen. Die Umsatzsteuer muss auf den Rechnungen gesondert ausgewiesen sein. Des Weiteren ist zu beachten, dass für die Umsatzsteuer eine Voranmeldung erforderlich ist. Der Unternehmer berechnet diese Steuer selbst und reicht sie beim Finanzamt ein. Anfangs wird die Umsatzsteuer jährlich fällig, später hängt die Fälligkeit von der Höhe der Umsatzsteuer des Vorjahres ab. War im Vorjahr mehr als 7.500 EUR Umsatzsteuer zu entrichten, ist eine monatliche Abgabe der Umsatzsteuererklärung notwendig. Überschritt die Umsatzsteuerzahllast im Vorjahr 1.000 EUR, jedoch nicht 7.500 EUR, ist eine vierteljährliche Abgabe verpflichtend. Liegt die Umsatzsteuerschuld unter 1.00 EUR im Vorjahr, ist keine Umsatzsteueranmeldung einzureichen. Das zuständige Finanzamt befreit den Unternehmer dann von dieser.

Die Kleinunternehmerregelung

Falls der Unternehmer nicht mehr als 17.500,- EUR Umsatz im Vorjahr getätigt hat und voraussichtlich nicht mehr als 50.000,- EUR im laufenden Jahr tätigen wird, greift die Kleinunternehmerregelung. Hiernach kann sich der Unternehmer von der Umsatzsteuer befreien lassen. Als Folge darf er die Umsatzsteuer nicht auf den Rechnungen ausweisen und kann nicht die Vorsteuer auf den eigenen Einkauf geltend machen.

Die Umsatzsteuer ist eine der wenigen Steuern, bei der sich die Rechtslage ständig ändert. Durch Verordnungen und BFH-Urteile, anstatt durch klare Gesetzeswerke bekommt man die Änderungen häppchenweise geliefert. Hierbei spielen der Bundesfinanzhof sowie der Europäische Gerichtshof eine zentrale Rolle. Denn gerade im Zuge des europäischen Binnenmarktes und des weltweiten Import und Export, werden immer wieder Fragen aufgeworfen, die die Finanzgerichte in Atem halten. Kommen diese zu keiner adäquaten Lösung, wird der Bundesfinanzhof oder der Europäische Gerichtshof zur Rate gezogen.

Abschließend ist zu sagen, dass das Umsatzsteuerrecht stetigen Änderungen unterliegt und es gerade bei einer angestrebten Selbständigkeit empfehlenswert ist, sich in jedem Fall im Vorfeld genau über die Bestimmungen zu informieren.